Island – Der Roadtrip

12 Tage – 2300 Kilometer – 1000 Erlebnisse

Schon lange zieht es meinen Freund und mich in den Norden Europas. 2019 war es so weit, und wir wagten eine Reise nach Island. Wir entschieden uns für einen Roadtrip im Juli, um von den kurzen Nächten und milden Temperaturen zu profitieren. Die Route führte uns einmal rund um Island, und zwar entlag der Ringstraße:

Route Roadtrip: Island im Sommer 2019

Tag 1 bis 3 – Der Süden von Island

Tag 1 – Am Sonntag, den 14. Juli 2019, starteten wir in unser Islandabenteuer am Flughafen Wien. Nach einem Zwischenstopp in Köln, landeten wir schließlich um 1 Uhr nachts (Ortszeit) in Keflavík. Trotz der späten Uhrzeit, hatten wir noch 2 Aufgaben zu erledigen:

  • Unseren Mietwagen abholen.
  • Unsere erste Übernachtungsmöglichkeit finden.

Nach einer 15-minütigen Fahrt mit unserem gemieteten Auto, erreichten wir die Unterkunft iStay Cottages im kleinen Örtchen Sandgerði. Die Unterkunft ist sehr empfehlenswert für eine Nacht. Übernachtet wird in kleinen Hütten. Des Weiteren verfügt die Unterkunft über zwei Gemeinschaftsbäder und eine Gemeinschaftsküche.

Hütte Sandgerði

Tag 2 – Nach einer kurzen Nacht starteten wir in Richtung Hvolsvöllur. Am Programm standen der Besuch der Geysire in Bláskógabyggð, etwa 60 km von Selfoss entfernt. Dort befindet sich neben dem “Großen Geysir” auch der Geysir “Strokkur”. Der “Große Geysir” speit derzeit nur sehr selten Wasserfontänen. Ganz anders als der Nachbar-Geysir Strokkur, welcher nur wenige Meter entfernt liegt. Dort können etwa alle 10 Minuten die atemberaubenden Wasserfontänen bestaunt werden. Ein Warten lohnt sich auf alle Fälle!
Doch Achtung – das Wasser der Quellen hat teilweise Temperaturen von über 80°C!

Geysir Island

Der zweite Programmpunkt war nur wenige Kilometer entfernt – der Wasserfall Gullfoss.

Wasserfall Gullfoss

Danach ging es weiter zur Unterkunft “Bianca’s Place” in Hvolsvöllur, welche wir auf AirBnB entdeckt haben. Wir können diese Übernachtungsmöglichkeit zu 100% weiterempfehlen!

Tag 3 – Auf geht es Richtung Vík. Unser erster Stopp an diesem Tag führte zu dem 40 Meter hohen Wasserfall Seljalandsfoss. Mein Geheimtipp: Wenn ihr vor dem Wasserfall steht, folgt dem kleinen Weg nach links für etwa 800 Meter – ihr gelangt zu einem weiteren Wasserfall namens Gljúfrafoss, welcher hinter einer Felswand verborgen ist.

Wasserfall Gljúfrafoss

Nächster Halt – nächster Wasserfall: Skógafoss. Eine Plattform welche über Stufen erreichbar ist bietet einen wunderschönen Ausblick.

Der letzte Halt vor unserer Unterkunft war am berühmten Black Sand Beach in Vík. Der Name des Strandes ist geprägt durch den schwarzen Lava-Sand.

Black Sand Beach

Aber Achtung: geht nicht zu nahe an den Ozean und kehrt ihm niemals den Rücken zu, da es an diesem Strand häufig sogenannte sneaker waves gibt.
Das heißt, es kommt immer wieder vor, dass unerwartet große Wellen entstehen, welche bereits einigen Menschen zum Verhängnis wurden. Deshalb auf keinen Fall die Warnschilder ignorieren.

Tag 4 bis 5 – Der Osten von Island

Tag 4 – Das Motto dieses Tages lautete Eis! Der erste Stopp an Tag 4 führte nach Skaftafell. Dort angekommen, spazierten wir ca. 20 Minuten zur Gletscherzunge Skaftafellsjökull. Danach ging es wieder zurück zum Mietwagen und wir machten uns auf zum Gletschersee Fjallsárlón. Dieser verleitet zu atemberaubenden Fotos. Der letzte Halt dieses Tages war der Diamond Beach beim Jökulsárlón: schwarzer Sandstrand verziert mit Eisbrocken! Übernachtet haben wir in der kleinen Hafenstadt Höfn.

Diamond Beach

Tag 5 – Nun ging es an der Ostküste entlang. Das Landschaftsbild war von zahlreichen Fjorden geprägt. Nach etlichen Kilometern kamen wir an unser Ziel für diesen Tag: eine kleine Hütte mitten im Nirgendwo.

Der Osten von Island

Tag 6 bis 8 – Der Norden von Island

Tag 6 – Auf gehts zu den Mývatn Seen! Am Weg zu den besagten Gewässern, machten wir Halt beim Dettifoss, welcher einer der kraftvollsten Wasserfälle in ganz Europa ist. Kurz vor den Mývatn Seen liegt Námaskarð. Hierbei handelt es sich um ein Hochtemperaturgebiet welches von brodelnden Quellen geprägt ist. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier Schwefel abgebaut.

Námaskarð

Übernachtet haben wir an Tag 6 und 7 in einem Icelandair Hotel bei den Mývatn Seen. Diese Unterkunft kann ich herzlichst empfehlen!

Tag 7 – An diesem Tag umrundeten wir die Mývatn Seen und spazierten zu einem atemberaubenden Aussichtspunkt.

Am Nachmittag besuchten wir “die Blaue Lagune des Norden”, das Mývatn Nature Bath. Ich würde jedem empfehlen eines der zahlreichen “Nature Baths” in Island zu besuchen. Dies war eines meiner persönlichen Highlights in Island.

Nature Bath

Tag 8 – Unser Roadtrip führte uns nun nach Akureyri. Auf dem Weg in diese Stadt, besuchten wir die Grassodenhäuser von Laufás. Diese sind ein wunderbares Beispiel für die traditionelle isländische Bauweise. Die Siedlung wurde bereits im 19. Jahrhundert errichtet.

Grassodenhäuser in Laufás

Am Abend spazierten wir durch das Stadtzentrum von Akureyri und besichtigten die Kirche der Stadt, welche ein prachtvolles Bauwerk ist.

Kirche Akureyri

Tag 9 bis 12 – Der Westen von Island

Tag 9 – An diesem Tag fuhren wir die längste Etappe, nämlich beinahe 400 Kilometer. Die Landschaft war geprägt von Klippen, Schafen sowie Islandpferden. Besonders sehenswert war der Leuchtturm Kálfshamarsviti.

Leuchtturm Kálfshamarsviti

Tag 10 – Schließlich ging es auf nach Reykjavík. Auf dem Weg in die Hauptstadt Islands durchquerten wir den Snæfellsjökull-Nationalpark. Eine wunderschöne Landschaft begleitete uns auf dem gesamten Weg – wir entdeckten einen weißen Strand, welche in Island sehr selten sind. Danach besichtigten wir einen erloschenen Vulkan.

Strand im Snæfellsjökull-Nationalpark

Tag 11 – Dieser Tag war ein ganz besonderer, denn wir sind mit Islandpferden durch eine Lavalandschaft geritten. Es war einfach wunderschön! Der Ausritt dauerte ca. 2 Stunden.

Islandpferde

Tag 12 – Am letzten Tag erkundeten wir noch Reykjavík. Ein Must-Do ist der Besuch der Hallgrímskirkja, denn diese Kirche gilt als Wahrzeichen der Stadt. Auch ein Besuch des Hafens ist zu empfehlen, denn hier gibt es wunderbares Essen, z.B. Fish & Chips. Besonders gut hat mir die Streetart der Stadt gefallen. Tipp: Plant nur einen Tag für die Besichtigung der Hauptstadt ein, da diese nicht so groß wie andere Hauptstädte ist.

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